Ehrenstein_Kloster_1 Ehrenstein_Kloster_2 Ehrenstein_Kloster_3 Ehrenstein_Kloster_4 Ehrenstein (5)

Die ursprünglich zur Burg Ehrenstein gehörende und in der Unterburg gelegene Burgkapelle wurde 1477 durch den Ritter Bertram von Nesselrode ausgebaut und zu einer Pfarrkirche erhoben. Im Jahre 1486 ließ er neben der Kirche das Kloster „Liebfrauenthal“ errichten, das 1488 fertiggestellt und fortan von Chorherren des Kreuzherrenordens bewohnt wurde. In den Wirren des Dreißigjährigen Kriegs wurde die Burg Ehrenstein von schwedischen Truppen zerstört. Die Klostergebäude wurden zwar geplündert, blieben aber weitestgehend erhalten. Das Kloster wurde 1812 als eines der letzten Kreuzherrenklöster in Deutschland auf Bitten des Konventes durch die Regierung des Herzogtums Nassau säkularisiert. Die Aufhebung des Klosters erfolgte zu Gunsten des mediatisierten Fürsten zu Wied-Runkel. Die Pfarrei blieb erhalten und der letzte Prior der Kreuzherren wirkte weiter als Pfarrer am Ort (gestorben 1824). Im Laufe des 19. Jahrhunderts wurden Teile der Klosteranlage wegen Baufälligkeit abgetragen. 1893 wurde das Kloster von Franziskanern wieder besiedelt. Die Franziskaner betreuten die Pfarrei und ein sogenanntes Demeritenhaus (eine Korrektionsanstalt für straffällig gewordene Geistliche). Dazu wurde an die erhaltenen Klostergebäude wieder angebaut. 1953 übergab das Erzbistum Köln das Kloster Ehrenstein wieder den Kreuzherren. 1969 musste das Kloster wegen starker Baufälligkeit wieder aufgegeben werden. Auf Betreiben des Kreuzherrenpaters Werner Kettner wurden ab 1973 Teile des Klosters abgetragen und wieder neu aufgebaut. Die Anbauten des 19. Jahrhunderts wurden gänzlich abgerissen und die gotischen Gebäudeteile des Klosters (Kreuzgang, Kapitelsaal, Calefactorium) umfassend saniert. Der Kreuzherrenkonvent wurde im selben Jahr wieder errichtet. Die Kreuzherren betreuten die Pfarrei, das Kloster nahm Gäste für Einkehrtage auf. Zu Beginn der 1980er Jahre diente Kloster Ehrenstein als Noviziatskloster der deutschen Ordensprovinz. Allerdings blieb der Konvent stets klein. Am 28. Dezember 1998 verließen die Kreuzherren Ehrenstein. Der Konvent wurde seitens der Ordensleitung aufgehoben. Die Pfarrgemeinde Ehrenstein wollte das Kloster aber wieder bewohnt wissen. Von 1999 bis 2007 betreuten Patres des Ordens der Montfortaner Pfarrei und Kloster Ehrenstein. 2008 übernahmen die Franziskanerinnen aus Waldbreitbach die Klostergebäude und möchten es in den kommenden Jahren als Tagungsstätte erweitern. (www.wikipedia.org)