Neustadt_Wappen_1

Die am 9. Juni 1935 geweihte Antoniuskapelle liegt westlich des Seelbachs und südlich des Hallerbachs auf der Gemarkung von Vettelschoß. Errichtet wurde die Kapelle von Oberelsaffer Bürgern aus Dank über den gerichtlichen Freispruch des Vettelschoßer Pastors Alois Löw, der von örtlichen NSDAP-Funktionären für öffentlich geäußerte Kritik an der Partei angeklagt worden war. Die Weihung auf den heiligen Antonius von Padua ist auf regelmäßige Wallfahrten von Oberelsaff in die gleichnamige Kapelle in Erl zurückzuführen. Geplant war zunächst der Bau eines einfachen Heiligenhäuschens. Vor Weihnachten 1934 wurden die Fundamente der Kapelle mit dem Grundriss 4 mal 5 Meter gesetzt, im Frühjahr 1935 erfolgte die Fertigstellung. Alljährliche Prozessionen führten bereits seit 1936 am Antoniustag (13. Juni) von Vettelschoß zur Kapelle in Oberelsaff. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurden im März 1945 Dach, Fenster und Stühle schwer beschädigt. Die ursprünglich in der Kapelle stehende, aber für die Größe des Gebäudes überdimensionierte Antoniusstatue wurde ein bis zwei Jahre später in die Windhagener Pfarrkirche St. Bartholomäus versetzt und durch eine kleinere Statue ersetzt. 1946 erhielt die Kapelle einen Dachreiter in Form eines Glockenturms, 1949 folgte die Ausmalung. 1988 begann eine erste Renovierung der Antoniuskapelle. Der neogotische Marienaltar der Kapelle stammt aus der Marienkapelle des Klosters St. Anna in Remagen. (www.wikipedia.org)